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Zuverlässigkeit deutscher Autos 2019: Mythen und Wirklichkeit

In diesem Beitrag geht es um eine der wichtigsten Eigenschaften eines Autos: seine Zuverlässigkeit. Welche Autos sind am zuverlässigsten? Was sagt die Statistik des Automobilclubs ADAC?

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Dieser Beitrag ist auf das angegebene Datum datiert. Gesetze, Gebühren und Preise haben sich seitdem geändert. Prüfen Sie die Zahlen, bevor Sie sich darauf verlassen.

In diesem Beitrag möchten wir uns mit einer der wichtigsten Eigenschaften eines Autos beschäftigen, nämlich seiner Zuverlässigkeit.

Die zuverlässigsten Autos sind deutsche Autos. Einst hat diese Aussage niemand bestritten, und deutsche Autos waren tatsächlich der Maßstab für Qualität und Zuverlässigkeit. Schwer zu sagen, wann genau die Zeit der Führungsrolle deutscher Autos zu Ende ging. Erste Zweifel kamen etwa Mitte der 90er Jahre auf, als die Autos nach und nach immer komplexer wurden und zugleich höhere Anforderungen an Sparsamkeit und Umweltverträglichkeit gestellt wurden. In den 2000er Jahren verschärfte sich die Lage weiter: Damals begann zum Beispiel BMW, mit erhöhten Öltemperaturen in seinen Motoren zu „experimentieren“, und VAG führte in großem Stil zunächst Motoren mit Benzindirekteinspritzung (Fuel Stratified Injection, FSI), dann mit Turboaufladung (TFSI) und schließlich automatisierte Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ein. Diese „Tests am Kunden“ haben das Vertrauen in deutsche Autos untergraben. Und genau mit diesen Abkürzungen (TFSI, DSG) sind die größten Ängste der Käufer gebrauchter Fahrzeuge des VAG-Konzerns verbunden.

Wie sieht die Lage heute aus? Die Motoren sind noch komplexer geworden, die Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Sparsamkeit sind weiter gestiegen. Ist die Zuverlässigkeit also noch schlechter geworden? Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Die Zuverlässigkeit deutscher Autos hat sich aus unserer Sicht im letzten Jahrzehnt deutlich verbessert. Als Beleg kann man die angesehenste Automobilorganisation Deutschlands heranziehen, den ADAC (den deutschen Automobilclub). Diese Organisation führt eine Zuverlässigkeitsstatistik, der man vertrauen kann. Schließlich sind es die Mitarbeiter dieser Organisation, die Ihnen zu Hilfe kommen, wenn mit Ihrem Auto etwas passiert und es nicht weiterfahren kann. Ihre Dienste nutzen die meisten Versicherungen und andere Dienste in ganz Europa. Und Mitglieder des Clubs sind mehr als 20 Millionen Autofahrer!

Die Statistik des deutschen Automobilclubs ADAC

Auf der Website des ADAC ist die Zuverlässigkeitsstatistik von 2007 bis 2018 verfügbar (Link zur Statistik). Sie nennt die durchschnittliche Zahl der Pannen (bei denen die ADAC-Hilfe gerufen wurde) je 1000 in Deutschland zugelassene Fahrzeuge. Die Statistik ist außerdem nach Baujahren der Modelle aufgeschlüsselt, beginnend mit 2015. Neuwagen (bis 2 Jahre) werden in der Statistik 2018 also nicht ausgewertet, weil diese Fahrzeuge so zuverlässig sind. Schaut man sich dagegen den Bericht für 2008 an, so führte der ADAC vor 10 Jahren noch die Statistik für 1 bis 2 Jahre alte Fahrzeuge, und die Zahl der Pannen bei Neuwagen war vor 10 Jahren höher als heute die Zahl der Pannen bei 3 Jahre alten Autos!

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Anhand dieser Daten lässt sich die Entwicklung der Zuverlässigkeit verfolgen und auch ein Vergleich der Marken anstellen. Hier also die Ergebnisse für 2018 (vollständiger Bericht):

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Aber zurück zu den deutschen Autos: Wie steht es heute um ihre Zuverlässigkeit? Bei der Auswertung der Statistik wird deutlich, dass deutsche Autos mindestens seit 2008 in der Zuverlässigkeit mit den Herstellern aus anderen Ländern vergleichbar sind und einige Modelle die ersten Plätze der Zuverlässigkeitsrangliste belegen. Noch stärker fällt die Zuverlässigkeit deutscher Autos im Alter von 3 bis 5 Jahren ins Auge. Natürlich hängt das sehr stark vom konkreten Modell und Baujahr ab, aber in jedem Fall stehen sie japanischen Autos (die bis heute zu Recht als Maßstab in Sachen Zuverlässigkeit gelten) nicht nach und übertreffen sie oft sogar.

Die wichtigsten Probleme moderner Autos

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Auf welche Zuverlässigkeitsprobleme macht uns der ADAC-Bericht 2018 aufmerksam? Mit der Einführung neuer Umweltanforderungen an Fahrzeuge hat die Zahl der Probleme mit dem Abgasrückführungsventil (EGR/AGR) zugenommen. Schon 2013 hingen 10 Prozent aller Probleme bei Diesel-Modellen des VW Golf mit diesem Ventil zusammen. Wie der ADAC allerdings anmerkte, traten diese Probleme bei anderen Herstellern nicht unbedingt auf (bei Mercedes gab es zum Beispiel keine nennenswerten Probleme), und Volkswagen hat sie in den nachfolgenden Modellen ebenfalls behoben.

Außerdem enthält der Bericht Angaben zu den typischen Defekten einzelner Marken und Modelle. Die ADAC-Berichte sind insgesamt sehr interessant, und wir raten jedem, der über den Kauf eines Gebrauchtwagens nachdenkt, sich bei der Fahrzeugwahl die entsprechende Statistik anzusehen. Wie bereits erwähnt, finden sich auf der Website die Berichte von 2007 bis 2018 (und in den Archiven vermutlich auch frühere). 2007 wurden Statistikdaten zu Fahrzeugen ab dem Baujahr 2002 aufgeführt.

Von unserer Seite möchten wir noch hinzufügen, dass wir diese Entwicklung auch bei der Besichtigung von Gebrauchtwagen beobachten. Nicht ohne Grund bevorzugen wir sehr oft 2 bis 3 Jahre alte Fahrzeuge mit hoher Laufleistung. Diese Autos haben oft mehr Reserven bei Haltbarkeit und Zuverlässigkeit als ältere Modelle (zum Beispiel 5 bis 10 Jahre alte). Darüber hinaus haben die deutschen Autohersteller (und natürlich nicht nur die deutschen) in den letzten 10 Jahren einen großen Entwicklungsschritt gemacht, was die Sparsamkeit der Motoren und die Fahrerassistenzsysteme betrifft (Systeme wie adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Kollisionsvermeidung gehören bei vielen Modellen schon zum Standard). Auch das ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Fahrzeugwahl.

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Uns ist klar, dass die Aussagen in diesem Beitrag durchaus umstritten sind und jeder von Ihnen Beispiele aus dem eigenen Leben anführen kann, die der deutschen Statistik widersprechen. Wir hatten nicht das Ziel, Sie von der Zuverlässigkeit gerade deutscher Autos zu überzeugen. Wir sind der Meinung, dass sich jeder Autofahrer bei der Fahrzeugwahl von seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen leiten lassen sollte. Unser Ziel ist es, ausreichend Informationen für die richtige Entscheidung bereitzustellen. Und natürlich beraten wir Sie jederzeit gern und helfen Ihnen sowohl bei der Wahl von Marke und Modell als auch bei der Suche nach dem konkreten Fahrzeug!

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